Der Name gehört Lars Klingbeil, geboren am 23. Februar 1978 in Soltau, aufgewachsen in Munster, seit 2009 im Bundestag. Generalsekretär der SPD von Dezember 2017 bis Dezember 2021, seither Parteivorsitzender — zunächst mit Saskia Esken, später mit Bärbel Bas. Seit dem 6. Mai 2025 ist er Vizekanzler und Bundesfinanzminister im Kabinett von Friedrich Merz.
Das Verfahren, das seinen Namen trägt, ist älter als das Amt. Im Bundestagswahlkampf 2021 führte er als Generalsekretär einen Feldzug, der Personalisierung nicht scheute. FOCUS schreibt später, der CDU-nahe Kommunikator Baha Jamous habe den Begriff schon damals in den Sprachgebrauch eingeführt: für die rüden Methoden des Generalsekretärs. Belegen lässt sich die stehende Formel auf seinem Kanal spätestens 2023. Die Hauptstadtpresse nimmt sie ab November 2024 auf.
Jamous ist Fintech-Manager in Berlin und CDU-Mitglied. In der WELT vom 20. April 2025 legt er die Bedeutung fest, nachdem Klingbeil das Wort im Podcast von Paul Ronzheimer auf sich selbst angewendet hat — stolz, nicht beschämt. Zwei Lesarten stehen seither gegeneinander. Das Lexikon hält sie auseinander, statt sie zu vermischen.
Was es nicht ist
- Nicht jede Nachricht, in der Klingbeil vorkommt.
- Nicht seine Körpergröße und nicht die Frage, ob eine Steueridee einem gefällt.
- Nicht automatisch seine eigene Verwendung des Wortes. Die ist eine Umdeutung, keine Definition.
- Nicht ein Gütesiegel. Der Präger sagt selbst, er habe im Gegenschlag Grenzen des Anstandes überschritten.
Randnotiz aus dem Interview mit kom.de, Mai 2025: Gegen Klingbeilisierung helfe nur Klingbeilisierung. Jamous räumt ein, dass „anständige Polemik“ und „konservative Gelassenheit“ darunter gelitten haben. Ein Lexikon, das das verschweigt, wäre selbst Kontextschnitt.